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Rainer Schmidt DAS SPIELT DAS VOLK IN CHINA Mah Jongg · Chinesisches Schach · Go und andere China Studien- und Verlagsgesellschaft Frankfurt am Main INHALT Vorwort 5 MAH-JONGG 7 Mah-Jongg zu zweit 12 Das Spiel zu viert 18 Mah-Jongg zu dritt 22 Das Spiel mit Blumen- und Jahreszeitensteinen 22 CHINESISCHES SCHACH (XIANGQI) 23 Schacheröffnungen 27 Xiangqi-Taktik 34 Kunstschach 42 TIERKAMPFSCHACH (SHOU DOU QI) 44 KARTENSPIEL (ZHENG SHANG YOU) 46 GO (WEIQI) 49 Go-Taktik 53 AUFLÖSUNG DER SCHACHAUFGABEN 59 VORWORT Das vorliegende kleine Buch soll vor allem Chinareisenden und Freunden chinesischer Kul...
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Rainer Schmidt

DAS SPIELT DAS VOLK IN CHINA

Mah Jongg · Chinesisches Schach · Go und andere China Studien- und Verlagsgesellschaft Frankfurt am Main,

INHALT

Vorwort 5 MAH-JONGG 7 Mah-Jongg zu zweit 12 Das Spiel zu viert 18 Mah-Jongg zu dritt 22 Das Spiel mit Blumen- und Jahreszeitensteinen 22 CHINESISCHES SCHACH (XIANGQI) 23 Schacheröffnungen 27 Xiangqi-Taktik 34 Kunstschach 42 TIERKAMPFSCHACH (SHOU DOU QI) 44 KARTENSPIEL (ZHENG SHANG YOU) 46 GO (WEIQI) 49 Go-Taktik 53 AUFLÖSUNG DER SCHACHAUFGABEN 59,

VORWORT

Das vorliegende kleine Buch soll vor allem Chinareisenden und Freunden chinesischer Kultur gewidmet sein, die sich vom Reiz der dortigen Spiele angezogen fühlen. Es ist kein Regelbuch, sondern Einführungsliteratur, es soll auch nicht diese ersetzen. So ist es zum Beispiel nicht mög- lich, alle das Mah-jongg betreffenden Regeln (nebst ihren Varianten) aufzunehmen, ebenso verbot es der Umfang, das ehrwürdige Go-Spiel ausführlicher zu behandeln, als hier geschehen. In diesem Fall muß zurecht auf bessere, da ausführlichere Literatur verwiesen werden. Hauptaugenmerk wurde in allen Fällen auf die Vermitt- lung gerichtet; es wurde davon ausgegangen, daß der Leser das Spiel besitzt, davon gehört hat oder die Regeln ober- flächlich kennt und sich nun nähere, ihm bereits das Spielen ermöglichende Kenntnisse erwerben möchte. Dabei wurde vor allem beim Mah-jongg ein neuer Weg be- schritten. Begannen die bisherigen Regelbücher gleich »in medias res« zu gehen und den Anfänger mit einer Fülle der von europäischen Gepflogenheiten total abweichenden Spielweisen zu bombardieren, wurde hier der Anfang mit dem nicht so verbreiteten, teilweise als Kindervariante be- lächelten 2er-Mah-jongg gemacht, das die wesentlichsten Regeln des »echten« Mah-jonggs vorwegnimmt, sodaß die späteren Neuerungen nach und nach gelernt werden. Ausführlicherer Raum wurde dem chinesischen Schach (xi- angqi) gewidmet, weil im europäischsprachigen Bereich kaum eine Abhandlung über das so populäre Spiel (die Anzahl der Spieler in China ist gleich der Anzahl der Schachspieler in Europa einschließlich der Sowjetunion!) erschienen ist. Es handelt sich darum auch durchwegs um erstmalige Übersetzungen aus dem Chinesischen., Für die Durchsicht der Regeln des »Kinderschachs« (shou- douqi) danke ich Herrn Prof. Dr. Yu Chen-Lie, für die Aufzeichnung der Regeln des Kartenspiels Herrn Dr. Tho- mas Heberer (z. Zt. Peking). Der Verfasser, Berlin im August 1981,

MAH-JONGG

Selten ist ein Spiel mehr verklärt worden als das Mah- jongg. Bewunderer des Fernöstlichen schrieben ihm ein sa- genhaftes Alter zu, hielten es gar für den Ursprung aller Spiele oder doch zumindest aller — auch westlicher — Kar- tenspiele. Das Spiel der Hofdamen im Kaiserpalast soll es gewesen sein, verboten für das übrige Volk, von den Wei- sen benutzt, um an Hand der Regeln und des Ablaufs die Prinzipien der Welt und das daraus resultierende Handeln der Menschen zu erklären .Neuere Forschungen liefern prosaischere Ergebnisse, ohne dem Reiz des Spieles Abbruch zu tun. Unter Flußschiffern am Chang Jiang (Jangtsekiang) tauchte es vor cirka 500 bis 600 Jahren zum ersten Mal auf, und von ihnen stammt der Brauch, es auch mit Steinen zu spielen: Damit der Fahrt- wind ihnen nicht dauernd die Karten über Bord blies, mal- ten sie die Symbole auf Bambusklötzchen .Vom Chang Jiang (Jangtsekiang) aus verbreitete sich das Spiel mit ungeheurer Geschwindigkeit über das Land, je- doch auch in unzähligen Variationen. Einheitliche Regeln, nach denen »die Chinesen« spielen, gibt es nicht. Was wir in Europa als Mah-jongg kennen (und in jedem Regelbuch anders nachgelesen werden kann) ist jeweils eine Art, es zu spielen. Verbindliche Regeln gibt es nur für das japanische Mah-jongg und das (nord)amerikaniscbe. In beide Länder wurde das Spiel aus China zur Zeit seiner Besetzung durch ausländische Mächte importiert und stellt im ersten Fall eine Ausweitung der Spielmöglichkeiten und im zweiten Fall eine Anpassung an die westliche Logik dar. Was wir hier darstellen können, ist die Grundform des Spiels, von welcher ausgehend man sich mit allen Chinesen über dieses Spiel verständigen und seine Extras dazulernen kann. Als die Europäer im 19. Jahrhundert begannen, sich, an der chinesischen Küste festzusetzen, war »das Spiel der Chinesen« auf Grund der Verelendung großer Teile der Bevölkerung bereits zu einem Glücksspiel herabgesunken, mit dem »der kleine Mann« sein großes Glück zu machen hoffte. Die Zustände in den von den Europäern beherrsch- ten Hafenstädten ruinierten den guten Ruf des Spieles schließlich vollständig. Land, Häuser, Frauen, auch die ei- gene Freiheit wurden als Einsatz verpfändet, in der Hoff- nung auf den Millionengewinn. (Wenn mit Blumen- und Jahreszeitensteinen, sowie ohne festgesetztes Limit gespielt wird, kann ein einziges Spiel, das immer den Grundwert 20 Punkte hat, durchaus über 100 000 Punkte hinausge- hen!) Aus diesen Gründen wurde Mah-jongg nach dem Sturz des Kaiserreiches von der Regierung verboten — und ist es auch heute noch, was aber seiner Beliebtheit keinen Abbruch tut. Auch in der Volksrepublik ist kürzlich das Verbot etwas gelockert worden ... Mah-jongg kann zweierlei sein: Anregendes Kombinations- spiel und Glücksspiel. Wir stimmen in diesem Buch die Re- geln auf die ersterwähnte Form ab., EINFÜHRUNG INS »KARTENBILD« Mah-jongg wird auch mit Karten gespielt (wenn auch die Theorie, es sei der Ursprung des Kartenspiels zurückgewie- sen werden muß; s. o.). Diese langen, schmalen, fast stäb- chenartigen Karten sind wesentlich billiger als ein Spiel- stein-Set, der die 100-DM-Grenze leicht überschreitet. Wir gehen jetzt davon aus, daß unsere Leser kein europäi- siertes Spiel haben (wo die Symbolik freundlicherweise am Rand englisch verschriftet ist), sondern einen originalen Karten- oder Steinset vor sich haben, dem sie erst einmal nichts außer der Freude an seinem schönen Aussehen abge- winnen können. Die Mah-Jongg-Spielsteine von oben: Die Blumen- und Jahreszeitensteine, je dem Frühling, Sommer, Herbst und Winter zugeordnet, in der zweiten Reihe die Winde und Drachen, dann die Bambusreihe, Kreisreihe und Zahlenreihe., Wir unterscheiden wie beim Kartenspiel vier verschiedene »Farben« oder »Reihen«, a. Die Bambusreihe von 1—9 b. Die Kreisreihe von 1—9 c. Die Zahlreihe von 1—9 d. Die »Trumpfreihe« ohne Numerierung. Alle Reihen sind viermal vertreten. Den Karten- und Steinsets sind meist auch 4—8 sehr bunt und reichhaltig bemalte »Blumen- und Jahreszeitensteine« beigelegt, die dem Spiel den schon erwähnten Roulettecha- rakter verleihen, und die wir nur ganz kurz am Schluß des Kapitels behandeln. Bambus-1 wird durch den Phönixvogel symbolisiert, an- sonsten dürften Bambus- und Kreisreihe wenig Schwierig- keiten bei der Entzifferung bieten. Die Zahlreihe bedarf eines kurzen Chinesisch-Zeidicn-Un- terrichts: 4 ein Viereck 5 der hintere Teil ist mit Phantasie als 5 zu sehen 6 leider gar nicht zu merken 7 ist der auf den Kopf gestellten 7 ähnlich 8 ? 9 wer will, kann ein »n« sehen, Das untere Schriftzeichen heißt »Zehntausend«. Die korrekte Bezeichnung der Steine (die beim Ablegen laut ausgerufen wird) ist also: Zehntausend, Zwanzigtau- send etc. Die Trumpfsteine (28 im Ganzen) unterteilen sich in die 4 Winde und die 3 Drachen. Der erste und wichtigste Wind ist der Ostwind , symbolisiert durch eine aufgehende Sonne hinter einem Baum ; in der Reihenfolge des Spiels folgt der Südwind: . Europäer merken sich: »das Kreuz des Südens«; dem folgt der Westwind , der umgedreht wie ein Weinglas aussieht und der Nord- wind . Besonders wertvolle Trümpfe sind die Drachen. Als Pär- chen liefern sie immer zwei Punkte, und als Drillinge ver- doppeln sie jedes Spiel je einmal (was bei den Winden nicht immer der Fall ist). Man unterscheidet: den roten Drachen den grünen Drachen und den »unsichtbaren« weißen Drachen. Die Einser und Neuner einer jeglichen Farbreihe nennt man auch Trumpfsteine; Bedeutung kommt ihnen aber nur in bestimmten Konstellationen zu. Den Spielsteinsets beigelegt sind die Abrechnungssteine, die wie bei uns Jetons und Chips die Rolle des Geldes einneh- men. Es zählen, MAH-JONGG ZU ZWEIT Mah-Jongg ist ein Viererspiel. Aber wir gehen davon aus, daß in Deutschland vier Menschen schwieriger an einen Tisch zu bringen sind als in China. Daher beginnen wir mit der Zweierversion, Wenn sie beherrscht wird, ist der Über- gang zum »richtigen« Mah-jongg nur noch ein kleiner Schritt. Auch hat man auf diese Art und Weise mehrere Partner schnell angelernt, während die Erklärung des Spiels bei drei »Neulingen« diese schnell ermüdet. * Das Spiel beginnt, indem man auswürfelt, wer Ostwind ist. Sein Gegenüber ist der Westwind. Die Runde mit der das Spiel beginnt, heißt Ostwindrunde. Solange der Ostwind gewinnt oder unentschieden hält, bleibt er Ostwind. Ver- liert er, wird sein Gegenüber Ostwind und er selbst wird Westwind. Verliert nun wieder der Ostwind, geht der Na- me zu seinem vorherigen Träger zurück und das Spiel wech- selt in die Südwindrunde, dann Westwindrunde, schließlich Nordwindrunde. Mit Abschluß der Nordwindrunde ist die, Partie vorbei und man schreitet durch Neuauswürfeln zur nächsten Partie (aus dem Gesagten geht hervor, daß eine Partie unter Umständen sehr lange dauern kann, wenn es einem Ostwind gelingt, beständig zu gewinnen oder Un- entschieden zu spielen). Ist der Ostwind bestimmt, so mischt man die Steine und jeder baut für sich eine einstöckige doppelreihige Mauer aus je 17 Steinen, die man dann in der Mitte des Tisches, einen Fingerbreit voneinander getrennt, zusammenschiebt. Beide Spieler entfernen rechts von sich einen Block von je 8 Steinen, die sogenannte »tote Mauer«, deren Steine nur in einem, noch zu erwähnenden Ausnahmefall benutzt werden dürfen. Jeder Spieler baut die vor sich stehende Mauer von links ab. Sind keine Steine mehr außer denen der toten Mauer vorhanden und das Spiel zu keinem Ergebnis ge- kommen, gilt es als unentschieden. In diesem Fall wird nichts bewertet und ausgezahlt, aber der Ostwind bleibt Ostwind. Zu Spielbeginn nimmt sich der Ostwind 14, der Westwind 13 Steine von seiner Mauer und stellt sie verdeckt vor sich auf. (Beim Kartenspiel verfahre man mit dem Block wie beim Romme, Canasta etc., aber legt die 16 untersten ge- sondert ab. Im folgenden werden wir bei den Spielproze- duren nur die Verfahrensweise mit Spielsteinen beschrei- ben.),

SPIELZIEL

.ist es, eine Kombination aus Steinen zu bilden, die ent- halten muß: 4 Pärchen (= zwei identische Steine) und je zwei Drillinge (Schluß mit 14 Steinen) oder 4 Pärchen + Vierling + Drilling (Schluß mit 15 Steine) oder 4 Pärchen + zwei Vierlinge + Drilling (Schluß mit 13 Steinen) usw., jeder Vierling erhöht die Anzahl der zum Abschluß benötigten Steine. DAS RUFEN Der Ostwind beginnt, indem er einen nicht benötigten Stein abwirft, d. h. offen auf den Tisch legt und seinen Na- men laut ansagt. Der Westwind kann diesen entweder ru- fen (nehmen) oder selbst einen Stein von seiner Mauer zie- hen und seinerseits einen ablegen. Es darf immer nur der zuletzt abgelegte Stein gerufen werden, alle anderen sind aus dem Spiel. Es dürfen nur Steine gerufen werden, wenn man davon schon ein Pärchen oder einen Drilling hat. Hat man den Stein gerufen, legt man den Drilling oder Vier- ling offen aus. Pärchen dürfen nicht gerufen — es sei denn, es wäre der letzte Stein, den man für den Abschluß braucht — sondern nur gezogen werden. Drillinge, die man sich selbst zieht, behält man verdeckt in seinem »Blatt« — sie zählen mehr! Offene Drillinge können durch Rufen oder Selbstziehen zum offenen Vierling erweitert werden. Hat man sich selbst einen verdeckten Vierling zusammen-, gezogen, so muß man ihn (zu einem Zeitpunkt, den man aber selbst bestimmen kann) mit zwei Steinen davon um- gedreht, offen auslegen. Die zwei umgedrehten Steine sig- nalisieren, daß es sich um einen verdeckten Vierling han- delt. Der Sinn der Prozedur liegt darin, daß jeder Spieler, der einen (offenen oder verdeckten) Vierling hat, sich vor dem Ablegen einen zusätzlichen Stein von der toten Mauer ziehen darf, sonst ginge das Spiel nicht auf. Ein verdeckter Vierling, der nicht rechtzeitig genug aufge- deckt wurde, gilt lediglich als zwei Pärchen (wozu man einen Vierling immer deklarieren kann, wenn man anders seine »Pflichtkür« aus vier Pärchen nicht zusammenbe- kommt. Ausgelegte Vierlinge dürfen aber im Nachhinein nicht für zwei Pärchen erklärt werden!). Das Spiel ist beendet, sobald ein Spieler sich den letzten, zum Abschluß benötigten Stein zieht und ruft: Mah-jongg! Beide Spieler decken ihre Steine zum Abrechnen auf. Es zählt: Spiel gewonnen 20 Punkte mit selbstgezogenem Stein beendet + 2 Punkte mit dem einzig möglichen Stein beendet + 2 Punkte Sodann: Drilling ausgelegt verdeckt aus den Reihen 2—8 (Bambus, Kreise, Zehntausender) 2 Punkte 4 Punkte aus Trumpfsteinen (Drachen, Winden, Einsern, Neunern) 4 Punkte 8 Punkte Vierling aus den Reihen 8 Punkte 16 Punkte Trumpfsteine 16 Punkte 32 Punkte sowie: Drachenpärdien 2 Punkte eigenes Windpaar 2 Punkte Windpaar der Runde 2 Punkte (also z. B. Ostwinde, wenn Ostwind-Runde gespielt wird), Ist die Berechnung bis dahin abgeschlossen, werden noch folgende Prämien verteilt: verdoppelt Drilling oder Vierling des eigenen Windes 1mal Drilling oder Vierling des Windes der Runde 1mal Drilling oder Vierling eines Drachen 1mal Folgende Prämien erhält nur der Sieger: Gewonnen mit letztem Stein von der Mauer 1mal ... mit letztem abgelegten Stein 1mal mit Stein von der toten Mauer 1mal Gewonnen ohne auszulegen 1mal Spiel nur aus Trumpfsteinen 1mal Spiel aus einer Farbe außer einem zusätzlichen Wind- oder Drachenpärchen (resp. Drilling oder Vierling) 1mal ganz aus einer Farbe (z. B. nur Bambus) 3mal! Der Verlierer zahlt an den Sieger die Punktedifferenz. Hat der Sieger weniger Punkte als sein Gegenüber, zahlt er ihn aus, bleibt aber — oder wird — Ostwind. Die Beträge werden ab 5 aufgerundet. Gewöhnlicherweise erhalten beide Spieler zu Anfang des Spiels 2000 Punkte in Form der Zahlstäbchen, bestehend aus einem Tausender, acht Hundertern, zwei Fünfzigern und 10 Zehnern. Übersteigt ein Spiel den Wert von 2000 Punkten, werden alle darüber hinausgehenden Berechnungen abgebrochen. Es ist wichtig, sich vor Spielbeginn auf ein Limit (üblich sind die erwähnten 2000) zu einigen. DIE LIMIT- ODER SONDERSPIELE Folgende Steinkombinationen werden ohne weitere Berech- nung oder Prämierung gleich mit dem Limit (ohne Abzüge der Differenz zum anderen!) bezahlt: Sieben Pärchen, Die 13 Weltwunder Alle 13 Trumpfsteine + einem zu einem Pärchen passen- den Die drei Großen Alle drei Drachen als Drilling + beliebigem Drilling oder Vierling + beliebiges Pärchen Das vierfache Glück Alle vier Winde als Drillinge + Trumpfpaar Das dreifache Glück Drei Winde als Drillinge oder Vierlinge (+ Trumpf- drilling oder Vierling) + Vierter Wind als Paar Das kleine Glück Drei beliebige Vierlinge + beliebiges Paar BESONDERHEIT DER LIMITSPIELE Bei Sonderspielen darf kein Stein außer dem letzten geru- fen werden! Sie müssen immer mit 14 Steinen beendet wer- den, Vierlinge dürfen nicht ausgelegt werden und zählen bei mißglücktem Abschluß als zwei Pärchen. Das ist das Risiko, das man eingeht. In den Rang der Limitspiele werden auch folgende beiden Glücksfälle erhoben: »Das Geschenk des Himmels« Die ersten 14 Steine, die der Ostwind zieht, bilden ein komplettes Spiel »Das Geschenk der Erde« West gewinnt mit dem ersten Abwurf von Ost. In der Zweierversion beliebt ist jene, aus dem japanischen Mah-jongg stammende, im chinesischen Viererspiel nicht vorkommende Regelung, daß ein Spieler, dem nur noch ein Stein zum Abschluß fehlt, die ihm verbliebenen Steine ver- deckt umdreht, sein Spiel für geschlossen erklärt (d. h. nur, noch zieht und abwirft, nicht mehr austauscht) und ein Hundert-Punkte-Stäbchen auf sie legt. Gewinnt er, verdop- pelt sich seine Punktezahl noch einmal zusätzlich, verliert er, zahlt er diese 100 Punkte zusätzlich an seinen Gegner. DAS SPIEL ZU VIERT Die Träger der einzelnen Windnamen werden ausgewürfelt. Rechts vom Ostwind nimmt der Südwind Platz, links vom Ostwind der Nordwind, gegenüber sitzt der Westwind (nach unserem Verständnis der Himmelsrichtungen schei- nen Nord und Süd vertauscht). Alle Spieler bauen sich eine einstöckige Mauer aus 17 Stei- nen, die sie in der Mitte zu einem Quadrat zusammenschie- ben (die Mauer darf keine Lücke haben, sonst »schlüpft das Glück hinaus«!). Der Ostwindspieler bleibt solange er gewinnt Träger dieses Namens. Geht das Spiel unentschieden aus, ist er nur noch einmal Ostwind und gibt dann auf jeden Fall ab. Der Sü- den wird dann Ostwind, der Westen Südwind etc. Die erste Runde heißt Ostwindrunde und geht in die Süd- windrunde über, wenn der Träger des Nordwindnamens aus dem ersten Spiel als Ostwind verloren hat. Eine Partie dauert vier Runden (Ostwind-, Südwind-, Westwind-, Nordwindrunde), was bei Anfängern sehr lange dauern kann. Der Ostwindspieler wirft ein Würfelpärchen in den Spiel-, hof und zählt die Zahl an seinen Mitspielern, mit sich be- ginnend, nach rechts ab. Von dem entsprechenden Mauerteil werden, gegen den Uhr- zeigersinn, sieben Pärchen abgezählt; mit den beiden Stei- nen des siebten Pärchens werden das abgezählte 6te und 4te Pärchen »gekrönt«: diese 14 Steine stellen nun die »tote Mauer« dar, die mit Ausnahme der Ersatzsteine für den Vierling, nicht für das Spiel benutzt werden. In der Reihenfolge Ost — Süd — West — Nord nehmen sich die Spieler von der Bruchstelle aus dreimal je 4 Steine. Dann nimmt sich Ost zwei, die drei übrigen je einen Stein von der Mauer. (Osten hat dann 14, die anderen 13 Steine.)

SPIELZIEL

.isteine Konstellation aus 14 (oder mehr Steinen) die enthalten muß: ein Pärchen + Drillinge (»Pong«) oder Straßen (»Tschau«) d. h. drei Steinen aus einer Reihe mit fortlaufender Nummer, die nichts zählen, aber den Spielabschluß erleichtern oder ein Pärchen + Drillinge, Straßen + Vierling (»Kong«) (Schluß mit 15 Steinen) etc. Jeder Vierling erhöht die zum Abschluß benötigte Steine- anzahl um je einen., Die Zusammensetzung des Spiels aus Straßen, Drillingen, Vierlingen (»Kong«) kann beliebig sein, ein Pärchen (und nicht mehr!) muß dabei sein. Der zum Abschluß benötigte Stein darf immer gerufen werden, auch wenn es sich hierbei um ein Pärchen handelt. DAS RUFEN Der Ostwind beginnt mit Ablegen. Die Reihenfolge ist, wie oben beschrieben. Wer einen Stein zum Drilling oder Vier- ling benötigt, ruft laut »Pong« oder »Kong« und legt die Steine offen aus. Das Spiel geht bei dem Rufer durch Ablegen weiter, even- tuell dazwischenliegende Spieler werden übersprungen. Nur der Spieler zur Rechten des Ablegenden darf sich eine Straße (»Tschau«) rufen. Wer zuerst ruft, bekommt den Stein. Im Zweifelsfall ent- scheidet der höhere Rang der Kombination (»Tschau«, »Pong«, »Kong«, »Mah-jongg«) und wenn dies nicht zur Entscheidung ausreicht, der dem Ablegenden zunächst Sit- zende. Die abgelegten Steine werden in den Innenhof gelegt, nur der letzte abgelegte Stein kann gerufen werden. Ein offener Pong kann zum offenen Kong durch Rufen oder Ziehen erweitert werden; derselbe Spieler kann sich aber auch den Stein zu einer Tschau rufen (wenn ihn sein rechter Nachbar ablegt — in diesem Fall erhält er aber kei- nen Ersatzstein von der toten Mauer). Benötigt ein Spieler den Stein einesoffenenKong eines Gegenspielers zum Schluß machen, so kann er ihn bei Gelegenheit »rauben«. Der beraubte Kong zählt dann nur noch als offener Pong und der glückliche Sieger verdoppelt sein Spiel. Verdeckt ausgelegte Kongs sind von der »Beraubung« aus- geschlossen., Merke: Im Unterschied zum Zweierspiel zählt ein nicht aufgedeckter Kong als verdeckter Pong. DIE AUSZAHLUNG .unterscheidet sich erheblich vom Zweierspiel! Es gilt: Der Gewinner eines Spiels erhält von jedem die Summe der Punkte, die er erzielt hat, ohne Abzug bezahlt. Er selbst zahlt nie, auch wenn er weniger Punkte als ein anderer er- zielt hat. Die anderen Spieler verrechnen die Punkte untereinander mit Abzug der Differenz. Der Ostwind kassiert und bezahlt immer doppelt! D. h., gewinnt er, werden seine Punkte verdoppelt. Ver- liert er, so wird die Differenz zu den Punkten der anderen verdoppelt. DIE PUNKTEWERTUNG entspricht dem Zweierspiel (siehe dieses). DIE PRÄMIERUNG (für den Sieger) erfährt folgende Ergänzung: verdoppelt Gewonnen mit geraubtem Kong 1mal Spiel ohne Tschau 1mal Nur Tschau und Farbenreihenpärchen 1mal DIE LIMITSPIELE haben die gleichen Bedingungen wie unter »Mah-jongg zu zweit« beschrieben. Sieben Pärchen sind nicht erlaubt!, Zusätzlich kommen hinzu: »Die neun Laternen« 1-1-1-2-3-4-5-6-7-8-9-9-9 aus einer Farbreihe + einem passenden Stein zur Pärchenbildung. MAH-JONGG ZU DRITT erfolgt nach den gleichen Regeln wie das Viererspiel, jedoch werden die Westwinde aus dem Spiel entfernt; es entfällt auch die Westwindrunde. Die drei Spieler bauen eine Mau- er von je 22 Steinen in der Grundlänge. DAS SPIEL MIT BLUMEN- UND

JAHRESZEITENSTEINEN

Je ein Blumen- und ein Jahreszeitenstein werden dem Osten, Süden, Westen und Norden bestimmt (da die Be- malung und Beschriftung unterschiedlich ist, treffe man diese Zuteilung willkürlich oder bitte einen »Fachmann« um Entzifferung). Wenn mit Blumen- und Jahreszeiten- steinen gespielt wird, werden die Sonderspiele mit einem vorher festzusetzenden Preis prämiert und ansonsten kein Limit gesetzt. Die Mauer wird mit je 18 Pärchen gebaut. Es zählt: verdoppeln Blumen- oder Jahreszeitenstein der eigenen Windrichtung 1mal Blumen- und Jahreszeitenstein der eigenen Windrichtung 2mal 4 Blumensteine 2mal 4 Jahreszeitensteine 2mal 4 Blumen- und 4 Jahreszeitensteine 4mal Blumen- und Jahreszeitensteine müssen sofort aufgelegt werden, dafür zieht man sich einen Stein von der toten Mauer.,

XIANGQI DAS CHINESISCHE SCHACH

Da in China »wirklich alles ganz anders« ist, ist es auch das Schachspiel, das, was aufmerksamen Beobachtern si- cherlich aufgefallen ist, genauso begeistert und häufig ge- spielt wird wie in der Sowjetunion »unser« Schach. Die Einführung in das chinesische Schach soll somit dazu die- nen, eine kleine Möglichkeit zu »privaten« Kontakten mit der Bevölkerung auf Chinareisen zu erschließen; darüber hinaus wird sie sicherlich für begeisterte Schachspieler eine Anregung sein, Wissen und Kombinationsvermögen auf einem neuen Terrain anzuwenden. Genauso wie »unser« Schach kommt auch das chinesische aus Indien. Aber während es nach Europa (Spanien) über den Umweg der Perser und Araber gelangte, gelangte es nach China auf direktem Weg. Dort vermischte es sich mit einem anderen, ursprünglich chinesischem Spiel, welches Heute nicht mehr rekonstruierbar ist und von dem es jene Veränderungen erfuhr, die es wesentlich von dem uns be- kannten Spiel unterscheiden. Gespielt wird auf den Kreu- zungspunkten der Linien, nicht auf den Feldern; beide Par- teien verfügen über einen Palastbezirk, der dem »König« (Feldherrn) und seinen Leibwächtern vorbehalten ist, aber von ihnen nicht verlassen werden darf (wohingegen alle anderen eigenen oder feindlichen Figuren dies dürfen); das Spielfeld ist in der Mine durch den »Weltfluß« geteilt {der allerdings außer vom Elefanten — und den beiden eben genannten Figuren — von allen Spielsteinen »durch- schwömmen« werden kann); die Figuren der beiden Par- teien sind traditionell teilweise verschieden bezeichnet, ha- ben aber die gleiche Wertigkeit. Zweifellos werden sich Schachspieler bei der Erlernung des Xiangqi leichter tun als andere; die Gangart der Figuren, ähnelt nämlich der europäischen. Der Vermittlung des Xiangqi stehen folgende Schwierigkeiten im Wege: Im Chinaschach sind die Spielsteine nicht figürlich, sondern die Bezeichnung ist mit Schriftzeichen auf die runden Steine gemalt. Daher müssen wir für Nichtsinologen einen kleinen »Zeichen- und Aussprachekurs« bringen. Das zweite Pro- blem betrifft die Schachnotation, d. h. die Art und Weise, in der die Partien aufgeschrieben werden. Da diese Methode von der unsrigen total verschieden ist, wird in diesem Buch die chinesische Aufzeichnungsmethode ins »Europäische* übersetzt. * Ich habe versucht, sämtliche voneinander abweichenden Beschriftun- gen einschließlich der Kurzzeichen aufzuführen., Der Wagen oder (eigentlich che, im Xiangqi aber ju genannt) A1, J1; das Pferd oder (ma) B1, H1; der Elefant (xiang) C1, G1; Leibwache (shi; ei- gentlich Minister oder Gelehrter) D1, F1; Feldherr (shuai) E1. Auf B3 und H3 stehen zwei dem europäischen Schach unbekannte Figuren, die Kanonen oder (pao). Die Bauern, die auf A4, C4, E4, G4 und J4 stehen, heißen mit dieser Beschriftung (bing = Soldat); ihre Gegenspieler auf der Gegenseite (zu = die ältere Form des gleichen Begriffs). Unterschiedlich beschriftet ist auch der »Elefant« der Gegenseite , der ebenfalls »xi- ang« ausgesprochen wird, dessen Schriftzeichen in seiner älteren Bedeutung jedoch ebenfalls Minister bedeutet. Un- terschiedliche Beschriftung und gleiche Aussprache weisen häufig auch die beiden Leibwächter (shi) auf, wäh- rend der Feldherr der auf unserer Abbildung obenstehen- den Partei »jiang« genannt wird. (Schachmatt wird mit dem Ruf »jiang jun!« verkündet.) Die Spielsteine werden normalerweise in eine rote und eine schwarze Partei unterteilt; Rot beginnt. Die unterschiedli- chen Beschriftungen sind leider nicht an der roten und, schwarzen Partei festgemacht, sondern wechseln nach der Vorliebe der Spielsteinehersteller. DIE ZUGARTEN Der Feldherr bewegt sich nur innerhalb des Palastbezirkes auf den senkrechten oder waagerechten Linien jeweils einen Schritt in beliebiger Richtung. Die Feldherrn dürfen sich nicht »ins Angesicht schauen«, d. h. nicht gegenüberstehen, wenn zwischen ihnen keine Figur steht. Diese im europäi- schen Schach unbekannte Regel schafft neue Möglichkeiten für das Schachmatt. Die Leibwächter bewegen sich ebenfalls nur einen Schritt vor oder zurück auf den diagonalen Linien. Der Elefant (eine Frühform des Läufers) bewegt sich zwei Schritt diagonal vor oder zurück (z, B. der Elefant auf C1 kann nach A3 oder E3; stünde je eine Figur auf B2 oder D2, wäre er blockiert). Wie schon erwähnt, kann der Elefant nicht über den Fluß, er ist also eine reine Verteidigungs- figur. Die Pferde (die keine Springer sind!) gehen je einen Schritt in beliebiger Richtung auf der senkrechten oder waagerech- ten Linie und einen diagonal, sind jedoch ebenfalls nicht in der Lage, eine auf dem Kreuzungspunkt stehende Figur zu überspringen (die Abfolge des Zuges ist zu merken: im europäischen Schach ist es egal, ob der Springer erst diago- nal und dann senkrecht bzw. waagerecht »springt«, im chi- nesischen nicht). Die Wagen sind wie die uns bekannten Türme. Sie bewegen sich bis zu neun Schritte weit auf den senkrechten oder waagerechten Linien. Die Soldaten gehen jeweils einen Schritt nach vorn und schlagen auch so. Haben sie den Fluß überquert, können sie auch je einen Schritt seitwärts ziehen und schlagen, aber nicht zurück. Haben sie die gegnerische Grundlinie erreicht, so findet keine Umwandlung in eine andere Figur statt, sie sind daher in dieser Position meistens nutzlos., Die Kanonen ziehen wie der Wagen, können jedoch nur schlagen, indem sie über einen dazwischenstehenden eignen oder feindlichen Stein springen (theoretisch könnte aus der Grundstellung heraus die Kanone B3 das Pferd B10 schla- gen). Ein Spieler, der »Patt« ist (also keinen Zug tun kann, ohne seinen Feldherrn ins Schachmatt zu setzen), hat — eben- falls ein Unterschied zu europäischen Gepflogenheiten — verloren; ebenso, wenn alle Steine von ihm blockiert sind.

SCHACHERÖFFNUNGEN

Aus der Variantenfülle der chinesischen Schacheröffnungen wurden für dieses Buch 4 Grundarten ausgewählt und in jeweils einer idealen Zugfolge behandelt. Es handelt sich hierbei um die beiden Arten der Kanonen-Mitte-Eröffnung (richtungsgleich und richtungsverkehrt), die man am ehe- sten mit den »offenen Spielen« in der europäischen Eröff- nungstheoric vergleichen könnte, sowie um die (mit den »halboffenen« und »geschlossenen Spielen« vergleichbar) Pferde-Scbutzwall und Bauern-Eröffnung. Letztere können sowohl als eigenständige Eröffnungen, als auch als Vertei- digung gegen die Kanonen-Mittc-Eröffnung gespielt wer- den. A. DIE RICHTUNGSGLEICHE KANONEN-MITTE-ERÖFFNUNG Im Xiangqi können alle angegebenen Züge auch spiegel- verkehrt gespielt werden (z.B. K B3—E3 statt K H3—F3). Aufgeführt ist hier und im folgenden Kapitel die für Rot günstigste Zugfolge bis zum Schachmatt. * 1. KH3—E3 K H8—E8 Da die beiden Kanonen (von einem Zuschauer her gesehen!, aus derselben Bretthälfte in die Mitte gezogen werden, spricht man von der ricbtungsgleichen Kanonen-Mitte-Er- öffnung. Der Mittelsoldat ist bei beiden Parteien nicht ge- deckt. Beginnt aber nun Rot den Schlagabtausch, verliert er die Vorhand, z. B.: 2. K E3 E7 † L D10—E9* 3. P H1—G3 P H10—G8 4. K E7—E5 W J1O—H10 Rot hat zwar einen Soldaten gewonnen, aber die Initiative verloren; der schwarze Wagen hat die H-Linie besetzt, der die Kanone deckende rote Soldat wird bald Angriffen aus- gesetzt sein, und sobald die Position der roten Kanone nicht mehr gehalten werden kann, beherrscht die schwarte Ka- none die Mittellinie, die eine der strategisch wichtigsten Linien im Xiangqi ist. 2. P H1— G3 P H10—G8 Beide Parteien öffnen die H-Linie für den Wagen. 3. W J1—J2 leitet zu einem Angriff auf dem linken Flü- gel über. Möchte Rot den Angriff auf der H-Linie fortset- zen, so empfiehlt sich der, von den Chinesen »Angriff auf die Pferdebeine«** genannte Spielablauf: 3. W J1—H1 nebst H1—H7 und H7 (zieht oder schlägt) —G7. 3.W J10—H10 4. W J2—D2 W H10—H4 Eine andere Möglichkeit für Schwarz ist H10—H6 zur Si- cherung des eigenen Flußufers. 5. W D2—D9 bereitet 6. W D9—B9 vor. * = schlägt, † = Schach, ≠ = schachmatt ** Ma jiao, wörtl. »der Trittstein« (des Pferdes). Da das Pferd im Gegensatz zu seinem abendländischen Kollegen nicht springt, sind die vier es umgebenden Kreuzungspunkte seine »Trittsteine«, die möglichst nicht blockiert sein dürfen. Ein Angriff auf das Pferd von einem seiner »Trittsteine« aus, trifft es an seiner empfindlich- sten Stelle. Ähnlich waren die Schlachtrösser des Mittelalters, an den Beinen ungedeckt. Aus diesem Grunde meine etwas freiere Überset- zung des chinesischen Fachterminus., Dieser Zug führt zu schweren Nachteilen für Schwarz, da er den rechten Wagen fesselt und das Pferd blockiert, sowie der roten Kanone die B-Linie öffnet. 5. ... P B10—A8 Die Fortsetzung P B10—C8 ist für Anfänger schwierig zu handhaben und führt leicht zu Verlusten. 6. WA1—A2 soll den Gegner verlocken, das Pferd zu schlagen. Die ungünstige Plazierung seiner Kanone wird von der Theorie als genügendes Äquivalent für dieses Op- fer betrachtet. 6. ... K B8 B1 7. K B3—B8 P G8—H10 Schwarz könnte auch W H4—H8 oder K B1—B3 spielen. 8. K E3 E7 † L F10—E9 Auf keinen Fall L D10—E9! Es würde folgen: 9. W A2— D2 und Matt im nächsten Zug, 9. W A2—D2 F E10—FlO 10. W D9 D10 † F F10—F9 Falls der Leibwächter den Wagen schlagt, folgt W D2—F2 †; K E8—F8; W F2 F8 †, F F10—E10; K B8—E8 ≠ durch die Doppelkanone. 11. W D10—D9 K E8—F8 12. K B8—E8 F F9—F10 13. K E7—F7f erzwingt den Abzug der schwarzen Kanone. 13. ... K F8—G8 14. W D9 E9 E C10 E8 15. W D2—F2 K B1—B8 Schwarz deckt seine Kanone, um zur Verhinderung des Matts wieder den Punkt F8 zu besetzen. Aber 16. K F7—F8 zerstört die Deckungslinie und besiegelt das schwarze Schicksal., B. DIE RICHTUNGSGLEICHE KANONEN-MITTE-ERÖFFNUNG (Rot zieht an und gewinnt) 1. K H3—E3 K B8—E8 2. P H1—G3 P H10—J8 Für Schwarz empfiehlt sich dieser Zug, um die eigene linke Kanone nicht in ihrer Manövrierfähigkeit einzuschränken und um später — sobald der eigene Wagen am Flußufer patrouilliert — von dieser Position aus Angriffe zu starten. 3. W J1— H1 W J10—H10 4. P B1— A3 mit den gleichen Absichten wie bei Schwarz. 4. ... P B10—C8 5. W H1-H5 W A10—BIO 6. W Al—Bl W B10—B6 7. S A4—A5 S J7—J6 8. P A3—B5 W B6—F6 9. W H5—D5 P J8—H6 10. P B5—D6 um das schwarze Pferd, das den Mittelsoldaten deckt und den Punkt BIO schützt abzutauschen. 10. ... S C7—C6 11. P D6XC8 K H8 C8 12. K B3—BIO bereitet WD5 D10 nebst WB1—B9 vor. 12. ... L F10—E9 13. K E3 E7 F E10—F10 14. W B1—B9 W H10—H9 Schwarz könnte auch mit F F10—F9 Zeit gewinnen; die Niederlage ist aber nicht mehr zu verhindern. 15. W B9 E9 W H9 E9 16. W D5 D10 † W E9—E10 17. W D10 ElO † F F10—F9 18. W E10—F10 † Diese Eröffnung ist weit schwieriger zu handhaben als die, richtungsgleiche Kanonen-Mitte-Eröffnung; an Möglich- keiten in die Falle zu tappen, herrscht auf beiden Seiten kein Mangel. Aus Platzgründen konnte nur diese eine, für Rot ideale Variante aufgeführt werden — Lehrbücher widmen dieser Eröffnung bis zu 40 Kapitel. Demjenigen, der angriffslustiges und überraschungsreiches Spielen liebt, wird diese Eröffnung zusagen, Kommentatoren empfehlen jedoch schwächeren Spielern, sie zu meiden. C. DER PFERDESCHUTZWALL Diese Spielart kann, wie bereits erwähnt, sowohl als eigen- ständige Eröffnung im Anzug, als auch im Nachzug zur Antwort auf die Kanonen-Mitte-Eröffnung gespielt wer- den. Im Nachfolgenden behandeln wir die ideale Zugfolge für Schwarz. 1. K B3—E3 P B10—C8 2. P B1—C3 S G7—G6 Schwarz schafft sich Raum für die spätere Entwicklung sei- nes Pferdes auf G8. 3. W A1— B1 W A10—B10 4. W B1—B5 Es gibt zwei Möglichkeiten: a) W B1—B7 zwecks »Angriff auf die Pferdebeine«, b) die hier aufgezeigte, die den Angriff auf den Soldaten G6 vorbereitet und zur Entwicklung des eigenen rechten Pferdes beiträgt. 4.PH10—G8 Die beiden Pferde wechselseitig durch die Kanonen ge- deckt: dies ist der Pferdeschutzwall, 5. S G4—G5 S G6 G5 6. W B5 G5 S C7—C6 7. K H3—G3 versucht, den Schutzwall zu zersprengen. 7 .P G8—H6 8. W G5—G6, auf die dem Anfänger verlockend erscheinende Kombina- tion KG3XG10f; WJ10XG10; WG5XG10 wollen wir hier nicht näher eingehen. 8. ... K B8—B6 9. W G6 C6 P H6—F5 10. W C6 C8 E G10—E8 11. W C8—C5 P F5—H4 und droht mit Schach auf G2 wie F3, was angesichts der auf der offenen B-Linie bereitstehenden Kanone und Wa- gen verheerende Folgen hat. 12. P H1—J3 deckt wenigstens den Punkt G2. Der Zug 12. K E3 E7 † wirkt erfolgversprechender. Es folgt 12. ... L F10—E9 13. P H1—J3 P H4—F3f 14. F E1—E2 K B6—E6 15. F E2—F2 W J10—F10 16. L F1— E2 P F3—G5 † 17. K G3—F3 P G5—H3 † gewinnt den Wagen, aber Rot behält seine Chancen. 12. ... P H4—F3 † 13. F E1—E2 K B6—F6 verhindert F E2—F2 und öffnet dem Wagen die B-Linie zum Matt. 14. FE2—D2 KH8—H2 verhindert L D1—E2 und nimmt dem Feldherrn die Rück- zugslinie. 15. W J1—H1 W J10—J9 plant: H J9—D9 † und auf F D2—E2 matt durch W B10 —B2 16. W C5—D5 W B10—B2 † 17. F D2—D3 P F3—E1 18. K E3—E2 W B2—D2 † 19. F D3—E3 W D2 D5 Mit der Eroberung des Wagens hat Schwarz nicht nur den Qualitätsverlust annähernd ausgeglichen (lediglich ein Bau-, er/Soldat im Nachteil, was im Xiangqi nicht so schwer wiegt, wie im abendländischen Schach), sondern sich mit K F6—E6 †; F E3—F3; W J9—F9 auch noch die Möglich- keit zum Matt geschaffen. * Das Pferde-Schutzwall-Spiel im Nachzug ist die häufigste Art der Erwiderung auf den Kanonen-Mitte-Angrijf. D. DIE BAUERNERÖFFNUNG Mit den Bauern — resp. im Xiangqi Soldaten geheißenen Figuren — wird im Chinaschach im Gegensatz zum euro- päisierten nicht so häufig das Spiel eröffnet. Der Grundge- danke des Spielbeginns ist folgender: 1. S G4—G5 S C7—C6 2. P H1—G3 P B10—C8 3. P B1—C3 P H10—G8 4. K B3—B7 K H8—H4 Aus dieser spiegelverkehrten Stellung heraus bieten sich beiden Parteien Entwicklungsmöglichkeiten, die aus den bisher behandelten Eröffnungen selbst abgeleitet werden können. Antwortet der Gegner auf 1. S G4—G5 mit K H8—G8 (resp. bei S C4—C5 mit K B8—CS) sollte man die Strategie andern und die Pferde- Scbutzwall-Verteidigung spielen oder seinerseits mit dem Kanonen-Mitte-Angriff fortfahren. Letzterer sei als Bei- spiel abgehandelt: 2. K H3—E3 K B8—E8 3. P H1—G3 P B10—C8 4. P B1— A3 W A10—B10 5. W A1—B1 P H10—J8 6. W J1—H1 W B10—B6 7. K B3—C3 und bietet einen Wagentausch an, bei dem Rot die Vor- hand behält., XIANGQI-TAKTIK A. Steine im Endspiel Das Xiangqi-Endspiel ist theoretisch gut erforscht. Leider können wir an dieser Stelle nur kur7.e Ausschnitte aus die- ser Materie bringen. a. Der Bauer (Soldat) Der chinesische Bauer (Soldat) schlägt nach vorn und darf, sobald er über den Fluß ist, je einen Schritt waagerecht zie- hen oder schlagen. Auf der gegnerischen Grundlinie findet keine Umwandlung in eine andere Figur statt, weswegen er auf dieser Linie nutzlos ist — lao bing, »Veteran« nen- nen die Chinesen deshalb diesen Stein (Ausnahmen bestäti- gen natürlich wie immer die Regel!). Über den Fluß gezogen, kommt dem Soldaten der Wert ei- ner Figur (Offiziers) zu, weswegen man für einen gut ge- deckten Freibauern* auch den Verlust eines Pferdes oder einer Kanone in Kauf nimmt. Zwei Freibauern decken sich gegenseitig und sind im End- spiel eine raumbeherrschende Macht. Zum Aufbrechen in- takter gegnerischer Verteidigungsstellen (d. h. wenn alle Verteidigungsfiguren noch vorhanden sind), reicht ihre Kraft allein nicht aus; 3 Soldaten oder eine weitere An- griffsfigur sind das Minimum, bei anderen Konstellationen entscheidet häufig der »Zufall« der Stellung. Ein einzelner Freibauer kann gewöhnlich das Matt gegen den Feldherrn nicht erzwingen, wenn dieser noch einen Elefanten oder Leibwächter zum Schutz hat. Trotzdem ist für den Verteidiger Vorsicht geboten! (Alle Lösungen der Schachaufgaben ab Seite 59 ff.) * »gao bing«, wörtl.: der hohe Soldat. Im europäischen Schach heißen Freibauern diejenigen, die auf ihrem Weg zur Grundlinie keinen gegnerischen Kollegen vor sich haben. Da im Xiangqi der Soldat im feindlichen Lager flexibler wird, halte ich die Übertragung dieses Begriffes auf ihn für angebracht., Abb. 2 Beispiel Abb. 3 Beispiel, Beispiel 1 (Seite 35) Kontrolle: Rot: F Fl; S E8; Schwarz: FE10; L E9 Aufgabe: Schwarz hält die Partie unentschieden! Beispiel 2 (Seite 35} Diese lange Zugfolge von 14 Zügen hat von ihrem Kom- mentator den schönen Beinamen »Zwei Teufel klopfen ans Paiasttor« erhalten (wie überhaupt das Belegen von Schach- aufgaben mit poetischen Namen eine chinesische Vorliebe ist), und ist ein Beispiel für die chinesische Bauernendspiel- methode. Kontrolle: Rot: F El; S D7, F7, G7 (4). Schwarz: F F9; L D10, E9; E CIO, G6 (5). Das langsame Vorrücken der Soldaten wird durch die »of- fene Feldherrnlime« unterstützt, den Elefanten darf nicht gestattet werden, sich gegenseitig zu schützen. b. Das Pferd Verfügt der Gegner nur noch über eine einzelne Verteidi- gungsfigur, kann sie das Pferd unter Mitwirkung der »offe- nen Feldherrnlinie« ausschalten und somit die Partie ge- winnen (Patt gilt im chinesischen für den Angreifer als ge- wonnen). Gegen zwei Leibwächter ist der Sieg nur noch in bestimmten Positionen möglich (s. Beispiel 1), Bei anderen Konstellationen benötigt das Pferd die Unterstützung von mindestens einer Angriffsfigur (s. Beispiel 2). Beispiel 1 (Seite 37) Kontrolle: Rot: FF1;PA7(2). Schwarz: F E8; L D8, E9 (3). Beispiel 2 (Seite 37) Kontrolle: Rot: E E1; L E2; P E5; S D7 (4). Schwarz: F E10; L E9, F8; E C10 (4). Nur wenn der Bauer sich des Elefanten annimmt, ist ein Sieg möglich., Abb. 4 Beispiel Abb. 5 Beispiel, B. Schachtaktik im allgemeinen Das Xiangqi kennt alle Techniken, die auch im europäisier- ten Schach enthalten sind (Fesselung, Opfer, Linienöff- nung, Erstickungsmatt usw.) eine der wichtigsten ist der Zugzwang, wozu ihm die begrenzte Einsatzmöglichkeit der Verteidigungsfiguren häufige Gelegenheit bietet. Vor allem die eigene Leibwache kann in bestimmten Fällen dem Feldherrn eine »tödliche« Sicherheit bieten (ein keineswegs typisch chinesisches Motiv); das Erstickungsmatt ist daher im Xiangqi häufiger vorkommend als in unserem Schach. Einige Beispiele zu den erwähnten Techniken: a. Das Wagenopfer Abb. 6 Kontrolle: Rot: F D2; L D3, F3; W E3, E9 (5). Schwarz: F D10; W B6; P J5; K J6; S C3 (5). Nur noch wenige Züge von Rot trennen Schwarz von der Niederlage. Trotzdem ist die Rettung möglich. Es gilt 8 Zü- ge lang einen schmalen Grat zu wandern, der nach der ge-, schickten Opferung des Wagens noch lange nicht beendet ist! (In diesem Beispiel zieht ausnahmsweise Schwarz an.) b. Matt durch die offene Feldherrnlinie Abb. 7 Kontrolle: Rot: F E1; W H1, C9; P C8; K G7; S B9 (6). Schwarz: F D10; L D8, E9; E E8, J8; W B1; P E5; K C1, C2; S D2 (10). Rot zieht an und zwingt durch das systematische Opfern beider Wagen und der Kanone Schwarz, die Mittellinie zu räumen. Pferd und Soldat führen das Matt herbei. c. Das Erstickungsmatt Grafik siehe nächste Seite! Kontrolle: Rot: FE1; LD1, E2; WC3; KF1 (5). Schwarz: F F9; L E9; WB1, E10; KF10, A1; S D2 (7). Rot zieht an und führt durch ein Wagenopfer im 4. Zug das Matt herbei., Abb. 8 Abb. 9, Kontrolle: Rot: F E1; E G1, G5; W B3; P C6, E7; S J4, A4 (8). Schwarz: F E10; L D10, F10; W F2; K J2; S G2 (6). Rot ist matt nach K J2—J1 nebst S G2—G1. Der feindli- che Wagen hält die zweite Reihe besetzt, die für den Feld- herrn lebenswichtig ist. Als einzige Technik hilft hier noch die Abzugserzwingung durch Opfer. Ist der schwarze Wa- gen erst einmal von der zweiten Reihe weggelockt, sieht die Sache schon anders aus. e. »Treibjagd« Abb. 10 Kontrolle: Rot; F D1; W B9, C8; P H5; K J5; S D6, G9 (7). Schwarz: F D10; E C10, E8; W A6, E2; P E9 (6). Bei der »Treibjagd« kommen alle Elemente, die wir bisher kennengelernt haben, zum Tragen:, a. Das Opfern der eigenen Figuren, um die offene Feld- herrnlinie zu erlangen, auf der der Soldat vorrücken kann; b. Das Ausnutzen gegnerischer Schwachpunkte (hier die Selbstblockade mit dem Pferd); c. Das richtige Zusammenspiel von Pferd und Kanone (s. S. 38!) DAS KUNSTSCHACH Zum Abschluß unserer Einführung in das Xiangqi wollen wir noch einen kurzen Blick auf ein Gebiet werfen, das sich bei Schachfreunden auf allen Kontinenten großer Beliebt- heit erfreut: Das Kunst- oder Problemschach, dessen Zu- sammenstellung »komponiert« wird, welche in der prakti- schen Partie gar nicht oder kaum vorkommt, aber an das Kombinationsvermögen und Erfahrung seiner Löser hohe Ansprüche stellt. Im Gegensatz zu europäischen Gepflogenheiten spielt im chinesischen die äußere Ästhetik mit; bizarre Stellungen, die an Schriftzeichen oder Figuren erinnern, sind bevor- zugt. Wir geben zwei Beispiele: Kontrolle: Rot: F F3; E A3; P G3, H5; K E4, J3; W E6; S C6, D6, E7 (10). Schwarz: F F8; E E8; P F6, E3; K D8, H6; W C3, D3; S B3, E5, G6, H4, H3 (13). Die Steine formen das Schriftzeichen wu; »fünf«. Kontrolle: Rot: F E1; P H4, H6; K J5; W G3, G7 (6). Schwarz: F F8; L D8, E9; P B4, B6; K A5; W C3, C7; S D2, F2 (10). Die Lösung ist nur scheinbar leicht, in Wirklichkeit handelt es sich um ein mühevolles Positionsspiel, bei dem sogar beide Wagen geopfert werden, um den gegnerischen Feld- herrn schließlich mit Hilfe des Pferdes vor den Lauf der Kanone zu bekommen., Abb. 11 Beispiel Abb. 12 Beispiel,

SHOU DOU QI TIERKAMPFSCHACH / KINDERSCHACH

Dies ist eine einfache Art eines Schachspiels für Kinder. Es gibt eine blaue und eine rote Partei. Jeder Spieler bekommt folgende Figuren: Elefant, Löwe, Tiger, Leopard, Hund, Wolf, Katze, Maus. Diese Reihenfolge bestimmt auch die Stärke der Figuren: Der Elefant besiegt alle Figuren, der Löwe unterliegt nur dem Elefanten usw. usf. bis hinunter, zur Maus. Treffen zwei gleichstarke Figuren aufeinander, gewinnt diejenige, die zuerst schlägt. Ausnahmeregel Maus: Treffen Maus und Elefant aufeinan- der, so gewinnt derjenige, der zuerst schlägt (nach chinesi- scher Vorstellung zertrampelt der Elefant entweder die Maus oder aber sie kriecht in seinen Rüssel). Die Aufstellung der Figuren ist auf dem Spielplan einge- zeichnet. Das Ziehen: Blau beginnt, jede Figur darf ein Feld seitlich, vorwärts oder rückwärts ziehen, jedoch nicht diagonal, Elefant Löwe Tiger Leopard Hund Wolf Katze Maus Die Maus ist die einzige Figur, die im Wasser schwimmen kann (auch dort: je ein Feld seitlich, vorwärts oder zurück), sie kann dort nicht geschlagen werden, außer von der geg- nerischen Maus. Die Maus kann aber aus dem Wasser her- aus auch nicht den Elefanten angreifen. Löwe und Tiger können den Fluß in senkrechter oder waa- gerechter Richtung überspringen, und falls sich dort ein kleineres Tier befindet, dieses auch »fressen«. Steht jedoch die Maus dazwischen, so können sie nicht springen. Die Fallen: Rund um die Höhle sind drei viereckige Fallen aufgestellt. In den eigenen Fallen sind die Tiere sicher (d. h. sie können nicht geschlagen werden) und können von dort aus die anderen angreifen. In der Falle der Gegenpartei sind sie machtlos und können von jeder Figur geschlagen werden; sie können die Falle aber im nächsten Zug verlas- sen. Gewonnen hat die Partei, die einen Stein in die Höhle des Gegners bringt. In die eigene Höhle darf kein Stein plaziert werden.,

ZHENGSHANGYOU IMMER VORWÄRTSSTREBEN

Dieses Spiel, daß mit zwei, drei, vier, fünf und sechs Spie- lern gespielt werden kann, zählt derzeit zu den beliebte- sten Kartenspielen der chinesischen Jugend. Man benötigt dafür ein normales französisches Rommé- Spiel mit 54 Karten. Vor dem ersten Spiel zieht ein Spieler eine Karte und legt sie offen wieder in den Kartenpack, Wer diese Karte beim Austeilen bekommt, spielt als erster aus. Bei den weiteren Spielen fängt jeweils der Vorletzte zuerst an. Die Wertreihen folge der Spielkarten ist wie folgt: Joker mit Farbe, Joker ohne Farbe, Zwei, As, König, Dame, Jun- ge, 10, 9, 8, 7, 6 , 5 , 4 , 3 . Die Farben spielen keine Rolle, nur der Wert. Ziel ist, so schnell wie möglich alle Karten abzulegen., Bei sechs Mitspielern erhält jeder 9 Karten, bei fünf jeder 10, bei 4 jeder 13, bei 3 jeder 18, bei 2 jeder 27. Meistens wird das Spiel mit 3 oder 6 Mitspielern gespielt. GRUNDREGELN: Derjenige, der als erster ausspielt, kann eine Karte ausspie- len, zwei gleiche Karten (z.B. zwei Damen oder 2 Siebenen) oder drei oder vier (z. B. vier Asse oder vier Zehner), eine Reihe von mindestens drei Karten (z. B. 3, 4, 5; 10, Junge, Dame, König, As usw.). Dabei ist eine Reihe von einer Farbe immer größer als eine Reihe mit verschiedenen Far- ben, wobei die erstere zahlenmäßig durchaus kleiner sein darf als die letztere (z, B, 3, 4, 5, 6, 7 von Kreuz ist höher als 10, Junge, Dame, König, As verschiedener Farben). Auf eine Reihe ungleicher Farben darf also auch eine Reihe gleicher Farbe gelegt werden, wobei die letztere höher ist. Auch ein Quartett geht immer über jede beliebige Reihe und darf auf Reihen gelegt werden. Ein Quartett von vier Zehnern ist das Allerhöchste. Dieses Quartett kann ich zu jeder beliebigen Zeit hinlegen, egal, ob eine Karte, zwei, drei oder mehr Karten vorliegen. Vier Zehner sind sogar höher als der höchste Joker. Die Mitspieler müssen jeweils entsprechend dem, was der erste Spieler hingelegt hat, eine höhere Karte darauflegen. Wer das nicht kann, muß aussetzen. Wird eine Karte aus- gespielt, können alle Spieler nur eine Karte darauflegen, entsprechend, wenn ein Paar, ein Drilling usw. oder eine Reihe ausgespielt wird. Nach jeweils einem Rundgang wird der Stich beiseite ge- legt. Derjenige, der die höchste Karte im letzten Rundgang gelegt hat, kommt als nächster heraus. Wenn einer aus- spielt, alle anderen passen, und der erste dann keine Kar- ten mehr auf der Hand hat, kommt der nach ihm Sitzende heraus., Der Joker kann in einer Reihe bzw. in einem Paar, Dril- ling, Quartett, jede beliebige Karte ersetzen (z. B. 3, 4, 5, 6, Joker oder drei Asse und ein Joker). Zweier können bei den Karten mit Nummern jede Karte ersetzen (z. B. drei Fünfen und eine Zwei oder 3, 4, 5, 2). Nach jeder Runde erhält der Sieger 3, der Zweite 2 und der Vorletzte auch 2 Punkte gutgeschrieben. SONDERREGELN: Bei sechs Spielern können jeweils drei zusammenspielen (Spieler 1, 3, 5 und 2, 4, 6). Sie können sich einander hel- fen. Beim jeweils nächsten Spiel müssen die beiden letzten je- weils ihre beste Karte vor Spielbeginn den beiden Siegern geben, die die Karten nach Belieben annehmen oder ableh- nen können. Dabei wählt der Sieger zuerst zwischen den beiden Karten, der Zweite nimmt die übriggebliebene Kar- te. Die beiden Sieger müssen den beiden Verlierern dafür jeweils eine beliebige Karte geben. Der Vorletzte hat das Recht, sich eine von diesen beiden Karten auszusuchen. Bei weniger als sechs Mitspielern tauschen nur der Sieger und der Verlierer eine Karte aus.,

GO CHIR: WEIQI – JAP.: I-GO

Go wird, was seine geistigen Anforderungen an seine Spie- ler betrifft, über das Schach gestellt, das es an Mannigfal- tigkeit der Kombinationen übertrifft, obwohl es — oder chinesisch gedacht: weil es — weitaus weniger Regeln hat (nur drei und eine Zusatzregel.) Eine Sage über seine Ent- stehung berichtet, daß ein Hauslehrer im Kaiserpalast dem jungen Regenten das Walten der Weltprinzipien an Hand eines Spiels erläutern wollte (Nebenbei bemerkt gibt es über das Mah-jongg eine ähnliche Sage) .Beim Go-Spiel (Tang Dynastie), Go wurde in China bereits um 2000 v. Chr. gespielt und gelangte vor 1300 Jahren über Korea nach Japan, wo es die größte Popularität erlangte. Im 17. Jahrhundert wurde dort eine Go-Akademie zur Erforschung und Unterrich- tung des Spiels errichtet, deren Professoren staatlich besol- det wurden. Ursprünglich wurde es wohl auf verschieden großen Bret- tern und von vorgegebenen Positionen aus gespielt; erst in Japan wurde die Anzahl der Linien genormt und es kam die Sitte auf, vor leerem Brett (oder mit einem genau fest- gelegten System der Steinvorgabe) zu beginnen. Dies schuf die Voraussetzungen zu einer reichhaltigen theoretischen Literatur, in der auch wiederum Japan bis heute so führend ist, daß Go fast schon zu Recht als japanisches und nicht als chinesisches Spiel angesehen wird., DIE REGELN 1. Schwarz beginnt. Die Steine werden abwechselnd auf die Schnittpunkte gesetzt, aber nie gezogen. Der einmal gesetz- te Stein verbleibt während der gesamten Partie auf seinem Platz, es sei denn, er wird geschlagen. 2. Die einen Stein umgebenden — normalerweise vier, am Rande drei oder zwei — Schnittpunkte heißen, wenn sie unbesetzt sind, Freiheiten. Sind alle von gegnerischen Stei- nen besetzt worden, gilt der Stein als geschlagen und wird vom Gegner herausgenommen. Er zählt für ihn als Plus- punkt. Die Vermehrung der eigenen Freiheiten geschieht durch di- rektes Anlegen (Kettenbildung). Die Steine, welche schlagen, müssen nicht in gerader Linie miteinander verbunden sein. 3. Die Ko-Regel Wird ein einzelner Stein geschlagen, so darf der Gegner den schlagenden Stein nicht im nächsten Zug zurückschla- gen. Dies gilt nur für den einzelnen Stein. Werden mehre- re Steine zurückgeschlagen, kann das sofort geschehen. Zusatzregel: Selbstmordverbot Kein Stein darf so plaziert werden, daß er sofort »tot« ist. Werden aber durch diesen Zug gegnerische Steine getötet, so ist er gestattet, denn ein Zug gilt erst dann als beendet, wenn auch das dazuge- hörige Herausnehmen gegnerischer Steine abgeschlossen wurde. ZIEL DES SPIELS ist es Gebiete zu erobern. Derjenige Spieler gewinnt die Partie, der am Ende die meisten Gebietspunkte (d. h. die, freien Schnittstellen innerhalb der von den Steinketten be- grenzten Flächen) abzüglich der Verluste an eigenen Stei- nen zählen kann. Hier sehen wir auf verkleinertem Brett (Anfänger sollten grundsätzlich ihr Brett durch Abdecken bis Linie 11 11 oder 13 13 verkleinern!) die Schlußstellung einer Partie. Nehmen wir an, Schwarz hat zwei Steine, Weiß einen ver- loren. Die nächste Abbildung zeigt dieselbe Partie zur Schlußab- rechnung bereitgemacht. Die Steine wurden der Übersicht- lichkeit halber verschoben und die Gefangenen ins gegneri- sche Gebiet gesetzt. Das Abzählen ergibt: Weiß gewinnt mit 15 : 14., GO-TAKTIK Eine Abhandlung über die Spieltaktik, die der Bedeutung des Spiels angemessen wäre, würde den Rahmen des Bu- ches sprengen. Glücklicherweise ist Deutschland das Land, in dem Go außerhalb Ostasiens am weitesten verbreitet ist. Das Spiel ist in jeder Spielwarenhandlung zu erwerben und die gute Einführungsliteratur ist relativ komplikationslos zugänglich. So ist das Folgende für diejenigen gedacht, die von den üblichen einseitigen Kurzfassungen im Stich gelas- sen, nicht wissen, ob sie sich mit Go näher befassen sollen oder nicht. Daher sei auf einige Grundsätze, die die Freude am Spiel erhöhen, hingewiesen. Beginnende sollen nur an kleinen Brettern (empfohlen ist 13 mal 13) spielen. Sie berauben sich sonst durch die lange Prozedur des Mittelspiels — das erst ein Kenner beurteilen kann — der Freude. Eröffnung und Mittelspiel Jeder Stein hat eine gewisse »Fernwirkung«. Man probiere es aus: Zwei Steine untereinandergesetzt, daß einer von ihnen jeweils zwei Schnittpunkte vom waagerechten und senkrechten Rand entfernt ist, verteidigen die »hinter« ih- nen liegende (d. h. zum Rand hin orientierte) Ecke immer erfolgreich, geraten aber selbst leicht in Gefahr, umzingelt und zur Mitte hin abgeschnitten zu werden. Ecken erobern gibt Sicherheit — der Anteil am Zentrum entscheidet über Sieg und Niederlage. Daher wechseln im Go die Züge im Bestreben ab, das eigene Gebiet zu verteidigen und ein Gebiet des Gegners von sei- nen anderen sowie zur Mitte hin zu isolieren. ÜBUNGEN DAZU: Schwarz beginne mit einem Zug, der die Elemente des An- griffs und der Verteidigung am leidlichsten verbindet: Das, ist der Zug 4—4 (Punkte) vom jeweiligen Rand entfernt oder 3—4, 4—3, 5—3, 3—5. Der Zug 3—3 ist bereits sehr passiv. Weiß antwortet darauf jeweils mit dem Besetzen einer Ecke auf ähnliche Art und Weise. Dann erprobe man den »L-Angriff«, Der L-Angriff ist die Form 2—1 oder 1—2 (Punkte) vom Gegner entfernt die eigenen Steine seitlich oder in sein Gebiet zu setzen. Dabei muß selbstverständlidi darauf ge- achtet werden, daß weitere gegnerische Steine oder der Rand nicht zu nahe heran sind. Man fahre mit Gegenangriff resp. Eckenbesetzung fort oder erprobe folgende Verteidigungsformi »Die Mauerregel« Stehen auf der dritten oder vierten Linie bereits zwei Steine direkt miteinander verbunden und soll von da aus in »frei- es« Gebiet vorgedrungen werden, so ist der ideale Abstand ein Punkt weiter auf der geraden Linie, als die Zahl der Mauersteine beträgt. In unserem Beispiel beträgt die An- zahl der Mauersteine zwei, der nächste Stein kann ohne Furcht vor Verlust 3 Punkte entfernt gesetzt werden; das Gebiet ist (theoretisch) sicher., Nach 6—9 Zügen beginnen sich schon Gebiete in der Vor- stellung abzuzeichnen, wenn man mit dem inneren Auge die eigenen Steine durch Linien und nach »hinten« (d. h, zum Rand hin) verbindet — sofern sich natürlich keine gegnerischen Steine dazwischen befinden. In diesem Fall werden die umstrittenen Reviere deutlich; häufig entschei- det hier der Kampf in der Ecke. »Der Kreuzschnitt« Vor die Frage gestellt: wird ein nahe ans gegnerische Ge- biet gesetzter Stein die Chance haben, sich zur Basis oder an den Rand zu retten, muß man die Technik des Kreuz- sdinitts beherrschen. Die erste Abbildung zeigt, wie Weiß im dritten Zug einen Kreuzschnitt provoziert. Die zweite Abbildung zeigt, wie es 7 Züge lang weitergeht. Weiß opfert einen Stein (Schwarz muß den 7ten Zug ma- chen!) und hat die Vorhand, d. h. kann als nächsten Zug einen Angriffssprung in ein anderes Gebiet machen. Nach einem Kreuzschnitt sind beide Parteien gezwungen, ihre Gruppe zu verstärken und dennoch Gebietsvorteile aus, der speziellen Situation herauszuholen (die beiden Abbil- dungen geben ein Beispiel hiervon). »Der Eckkampf — wann ist ein Gebiet überlebensfähig?« Ein umschlossenes Gebiet, das in mindestens zwei Augen unterteilt werden kann, ist immer überlebensfähig. Der Angreifer muß abschätzen, ob es sich mit Hilfe von Opfern lohnt, diese Unterteilung zu verhindern. Hier zeigen wir das Beispiel einer sicheren Stellung. Wie Weiß auch setzt, Schwarz kann die Steine durch Untertei- lung seines Gebietes fangen., Hier sehen wir eine unsichere Stellung. Weiß am Zuge kann sofort in die Mitte des schwarzen Gebietes setzen und wird im Folgenden alle schwarzen Steine durch Umzingelung gewinnen. In einem so offensichtlichen Fall wie dem vorliegenden verzichtet man sogar auf die Prozedur der Umzingelung. Schwarz händigt seine Steine zum Schluß des Spiels frei- willig aus. Man hüte sich vor »unechten« Augen, die häufig in der Form des »Ko« auftreten. Hier ist es wichtig, an die Ko-Regel zu denken und sie sinnvoll anzuwenden. Setzt Schwarz auf s17, so gewinnt er durch r18 im näch- sten Zug nach und nach alle weißen Steine. Weiß hat keine anderen Chancen, seine Stellung zu retten, als irgendwo anders auf dem Spielfeld für Schwarz eine gleichschwere Bedrohung zu schaffen, auf die er antworten muß, sodaß im übernächsten Zug Weiß auf s17 zurückschlagen kann. Da im vorliegenden Beispiel die »Beute« für Schwarz (6 freie Punkte + 6 Gefangene + 6 darunter frei werdende Punkte =) 18 Punkte beträgt, dürfte das hier kaum mög- lich sein. In vielen Fällen geht es jedoch »nur« um 2—6 Punkte, wofür mit einigem Geschick schon ein Äquivalent durch Angriff gefunden werden kann., »Das Seki« Dies ist eine typische Seki (»unentschiedene«) Stellung. Je- der Versuch, die gegnerischen Steine zu erobern, endet mit der eigenen Vernichtung. In diesem Fall werden die beiden Punkte bei der Endabrechnung nicht mitgezählt. »Endspiel und Abschlußzüge« Unter gleich guten Spielern entscheidet das Endspiel über den einen oder die zwei Punkte Vorteil in der Schlußab- rechnung; unter ungleichwertigen Spielern oder Anfängern kommen hier noch überraschende Wendungen vor. Aus dem weiten Feld der Endspieltheorie bringen wir hier nur zwei Beispiele, die für den Beginnenden aber von Wichtigkeit sind: Weiß verhindert durch x, daß Schwarz einen Punkt mehr macht., Schwarz muß hier den Punkt a durch »1« decken (wenn er auf a setzt, verkleinert er unnötigerweise sein Gebiet), da Weiß sonst durch die Besetzung dieser beiden Punkte die drei schwarzen Steine unweigerlich erobern würde. Dies ist eine typische und häufig vorkommende Situation!

AUFLÖSUNG DER SCHACHAUFGABEN

Zu Abb. 2 1. FF1— El Der Soldat muß gedeckt werden, um den Leibwächter schlagen zu können. 1. ... L E9—F10 2. F E1—D1 L F10—E9 3. F D1—D2 L E9—D10! Man beachte: L E9—F10 verliert! 4. S E8—F8 F E10—F10 Alle anderen Züge sind ebenfalls nicht in der Lage, das Un- entschieden zu halten. 5. F D2—E2 L D10—E9 6. S F8—E8 L E9—D10 Unentschieden., Zu Abb. 3 1. S D7—C7 E C10—E8 2. S C7—C8 E E8—C6 3. S C8—C9 E G6—J8 4. S C9—D9 E J8—G6 5. S G7—G8 E C6—E8 6. F E1—F1 Nur durch das Besetzen dieser Linie kann sich Rot den Ge- winn sichern. 6.E G6—J8 Hätte Schwarz noch einen Soldaten über dem Fluß, könnte die »Todeslinie«* Feldherr—Soldat unterbrochen und die Niederlage abgewandt werden. 7. S F7—F8 † F F9—F10 8. S F8—F9 † F F10—E10 9. S F9 E9 † L D10 E9 10. S G8—G9 E E8—C6 11. F F1—E1 Ein Fehler wäre S G9—F9 wegen L E9—F8, womit der rote Feldherr nicht auf die E-Linie könnte und Schwarz die Chance zum Unentschieden erhält. 11.E C6—E8 12. S G9—F9 L E9—F8 13. F E1—D1 L F8—E9 14. S D9 E9 ≠ Zu Abb. 4 1. P A7—B9 Rot arbeitet mit dem Zugzwang. Schwarz hat praktisch nur eine einzige Möglichkeit. 1.L E9—F10 Im Fall von L E9—F8, zwingt P B9—C7 † den Feldherrn * »sha xian«, Todeslinie, heißt die offene Feldherrnlinie im Chinesi- schen., einen Schritt zurück und erobert mit S C7—E6 einen der beiden Leibwächter. 2. P B9—C7 † F E8—E9 3. F F1—F2 Wiederum Zugzwang! Falsch wäre P C7—B9, denn nach F E9—D9 hat Rot seine Chancen versiebt. So aber bleibt Schwarz nur: 3.F E9—E10 4. P C7—B9 L F10—E9 Auf L D8—E9 spielt Rot F F2—E2 und beherrscht die Mittellinie. 5. F F2—F1 L E9—F10 6. P B9 D8 † und gewinnt im Folgenden. Zu Abb. 5 1. SD7—E7 Der Elefant darf die Mittellinie nicht besetzen! 1.F E10—D10 2. P E5—C6 L E9—F10 3. P C6—B8 zwingt den Elefanten, sich vom Schauplatz des Geschehens zu entfernen. 3.E C10—A8 4. S E7—D7 L F10—E9 5. S D7—C7 L E9—F10 6. S C7—B7 L F10—E9 7. S B7—A7 und gewinnt im Folgenden. Zu Abb. 6 Schwarz zieht an! 1. W B6—B2 † F D2—D1 2. W B2—B1 † F D1—D2 3. W B1—E1! verhindert das Matt!, 3. ... W E3 E1 4. S C3 D3 † F D2—E2 5. S D3—D2 † F E2—F2 6. P J5—G4 †! P J5—H3 † würde alle Chancen auf einen Sieg zunichte machen. 6. ... F F2—F1 7. P G4—H2 † F F1—F2 8. K J6—J2 ≠ Hier kommt ein beim Zusammenspiel von Pferd und Ka- none empfohlenes Prinzip zum Tragen; Die Kanone ge- hört »hinter« das Pferd (Vgl. »Kleiner Taktikkurs (2) u. (3) in DAS NEUE CHINA Nr. 4 und Nr. 5/1980 — zu bestellen über unseren Verlag). Zu Abb. 7 1. W H1—H10 † E J8—G10 2. W H10 G10 † E E8 G10 3. W C9—C10 † F D10—D9 4. H G7—D7 † P E5 D7 5. W C10—D10 † L E9 D10 6. P C8—B10 † K C2—CIO 7. S B9—C9 ≠ Zu Abb. 8 1. W C3—F3 † L E9—F8 2. W F3—E3 † L F8—E9 3. L E2—F3 † L E9—F8 4. W E3—E9 †! W E10 E9 5. L F3—E2 ≠ Zu Abb. 9 1. P C6—D8 † F E10—E9 2. P D8—F7 † W F2 F7 3. W B3—E3 und Rot kann die Partie im weiteren Ver- lauf gewinnen., Zu Abb. 10 1. W B9—D9 † F D10 D9 2. W CS—D8 † F D9 D8 3. S D6—D7 † F D8—D9 4. S D7—D6 † F D9—D10 5. S D8—D9 † F D10—E10 6. S D9—D10 † F E10—F10 7. S G9—F9 † G9—G10 führt zum selben Ergebnis. 7 .F F10 F9 8. P H5—G7 † F F9—F10 9. P G7—H9 † F F10—F9 10. K J5—J9 ≠

Zu Abb. 11

1. W E6 F6 † K H6 F6 2. S E7 E8 † F F8—F9 3. P H5—G7 † F F9—F10 4. P G7—H9 † F F10—E10 5. S E8—E9 † F E10—D10 6. S E9—D9 † F D10 D9 7. P H9—F10 † F D9—D10 8. K J3— J10 ≠ Zu Abb. 12 1. W G7—G8 † F F8—F9 2. W G8—G9 † F F9—F10 3. W G9—G10 F F10—F9 4. W G3—G9 † F F9—F8 5. W G9—G8 † F F8—F9 6. W G10—G9 † F F9—F10 7. W G8—F8 † L E9 F8 8. W G9—G10 † F F10—F9 9. W G10—F10 † F F9 F10 10. P H6—G8 † F F10—F9 11. P G8—H10 † F F9—F10 12. K J5—J10 ≠, © China Studien- und Verlagsgesellschaft Frankfurt am Main 1981 Alle Rechte vorbehalten Umschlag und Ausstattung: Pit Mischke, Berlin Satz: Maschinensetzerei Peter von Maikowski, Berlin Druck und Bindung; Fuldaer Verlagsanstalt, Fulda Printed in Germany ISBN 3-88728-100-4]
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